Deja Vú…

Da wir gestern schon ziemlich geschafft waren, hatten wir uns den Sonnenaufgang heute mal gespart. Immerhin ging es nach dem Frühstück gleich wieder los auf Tour…mit einem Geologen, aber ein anderer als gestern…und mit einem Bus…mit dem gleichen wie gestern. Ich steige in den Bus ein und denke:“Den Fahrer kennst du doch.“ Wir gehen etwas weiter nach hinten und ich sehe schon, dass die Scheiben genauso aussehen wie gestern. Es war der gleiche Bus. Ich bin also erst nochmal raus und habe ein Fotoloch in die Scheibe geputzt. Dann konnte es entspannt losgehen.

 

Als erstes ging es ins Polaria. Das ist das Aquarium, welches in einem Gebäude untergebracht ist, was nach sich verschiebenden Eisschollen aussieht.

Nach zwei kurzen Filmen über die Nordlichter und über die Inselgruppe Svalbad, konnten wir uns frei im Aquarium bewegen. Die Hauptattraktion hier sind die zwei Seehunde Bella und Mai San und die beiden Bartrobben Lyra und Loffen, die zufällig gerade ihre Fütterungszeit hatten.

Nach der Show haben wir uns noch ein wenig mit einer, der Tierpflegerinnen unterhalten.

Immer diese Kirchen…

Dann ging es auch schon wieder Richtung Bus. Wir fuhren wieder über die große Brücke, wie gestern auch schon. Diesmal ging es zur Eismeerkathedrale. Wie auch schon die Nordlichtkathedrale in Alta, hat auch diese Kirche eine besondere Architektur.

Besonders schön muss es sein, wenn die Sonne in den Morgenstunden durch die Fenster scheint. Aber auch bei „normalem“ Tageslicht war es ganz interessant.

Wir haben unseren Guide dann noch über Region, Land und Leute ausgequetscht und noch ein paar Fotos von außen geschossen.

Und noch ein bissie laufen…

Dann ging es wieder zurück zum Schiff. Der Guide bot dann noch optional eine kleine Tour zu Fuß an, wozu wir natürlich nicht Nein sagten. Vorbei an der Statue von Roald Amundsen und einem 371 Kilo schwerem Stein, den ein „leicht“ angetrunkener Mann angeblich vom Hafenbecken aus bis vor eine Kneipe schleppte, da er sauer war, dass man ihn einfach so aus der Kneipe rausgeschmissen hatte, bekamen wir noch einiges von Tromsö und den Norwegern zu hören.

Zum Beispiel, dass hier jedes Jahr im Januar das Tromsö International Film Festival abgehalten wird. Wie man das aus Canne kennt, werden hier an verschiedenen Locations diverse Filme gezeigt. Dazu gehört auch ein Freilicht Kino, welches, wie der Name schon sagt, im freien liegt und immer gut besucht ist. Nun ist die Durchschnittstemperatur in Tromsö im Januar mit -1 bis -5 ja noch relativ „mild“. Trotzdem würde es mir glaube ich nicht einfallen, mich bei solchen Temperaturen ins freie zu setzen und einen Film zu kucken.

Aber gut, die Norweger sind nunmal etwas anders. Wir machten uns wieder Richtung Schiff und Abendessen. Da bis zur Show Nichts weiter anstand, verweilten wir noch etwas auf der Kabine um die angefallenen Unterlagen zu sortieren und schonmal die Bilder von letzter Nacht zu bearbeiten. Der Sonnenuntergang musste aber auf jeden Fall mitgenommen werden.

Dann ging es aber auch schon wieder ins Theater und zwar ins New York der 1920er Jahre. Das war bisher die erste Show, die ein Musical darstellte. Soll heißen, hier wurde nicht nur gesungen sondern auch geschauspielert. Nach diesem grandiosen Abschluss des Abends waren wir aber auch geschafft. Nicht mehr lange danach ging es schon wieder ins Bett. Doch vorher haben wir noch ein paar Nordlichter aus der Kabine festgehalten, weil wir uns nicht nochmal dick anziehen wollten.

 

Preview…

Wieviel macht ein Guide bei einer Tour aus? Wie abgelegen kann man wohnen? Wie blau ist Sortland dann eigentlich? Und…wie klingt es, wenn Briten, Amerikaner und Kanadier deutsch singen?

 

Richtig, diese Fragen werden beim nächsten Mal beantwortet.

AIDAcara – Winter im hohen Norden Tag 9

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