In den frühen Morgenstunden liefen wir in Trondheim ein. Es war der vorletzte Halt unserer Reise. Aber daran wollten wir noch nicht denken. Immerhin gab es noch so viel Neues zu sehen bevor wir uns Morgen dann in etwas bekannteren Regionen bewegen würden.

 

Wo die Liebe hinfällt…

Direkt vor dem Schiff nahm uns Eva in Empfang. Sie durfte unser Guide für heute sein. Vor ein paar Jahren aus Liebe (was auch sonst) hier zu ihrem Mann gezogen, hat sie schon einige Einblicke in die Norweger bekommen und konnte diese uns sehr lebhaft erzählen.

„Kurzrezession“

Ich hatte mir in Sortland das Buch „A Xenophobe’s Guide to the Norwegians“ *Affiliate Link* gekauft und schon begonnen zu lesen. Daher konnte ich direkt abgleichen, ob das Buch auch wirklich die Wahrheit sagt. Natürlich wird in solchen Erzählungen meist etwas übertrieben, damit es lustiger wird. Doch im Großen und Ganzen hat sich das doch schon sehr gedeckt mit den Erlebnissen, die Eva hier so gemacht hat. Aber eine Buchbesprechung können wir mal wann anders machen.

 

Weiter im Text…

Jedenfalls fuhren wir mit dem Bus durch Trondheim. Die 3. größte Stadt Norwegens (1. Oslo, 2. Bergen) hat ca. 191.000 Einwohner. Von denen hat man aber nicht wirklich viel gesehen. Gut, es war Mittwoch, also sollte der Großteil ja arbeiten sein. Aber wenn ich mir Städte in Deutschland anschaue, ist da tagsüber trotzdem immer was los. Aber der gemeine Norweger hat es nicht so mit durch die Stadt schlendern. Wenn nicht gearbeitet werden muss, dann geht es raus in die Natur. Und so waren die Straßen nur von ein paar Muttis mit Kinderwägen und Schülern bevölkert. Auch Studenten sind hier unterwegs. Insgesamt sind es so an die 30.000, die hier auf die Technische Universität Trondheim gehen, die vom Aussehen her auch irgendwo in England stehen könnte.

Schneerecycling…

Der erste Stop war die Skisprungschanze. Hier trainieren regelmäßig die Besten von Norwegen. Heute haben wir leider keine Berühmtheiten gesehen. Aber gut, wir hätten sie eh nicht gekannt. Zu der Schanze gehört ein großes Ausbildungszentrum, wo natürlich alles trainiert wird, was irgendwie mit Skiern zu tun hat. Das Kurioseste, was es hier gibt ist ein Schneehügel. Gut, das klingt jetzt erstmal nicht spektakulär. Dieser Hügel ist aber schon mehrere Jahre alt. Hier wird der weg geräumte Schnee gesammelt und über den Sommer so gut wie möglich isoliert. Falls es wider erwartend im Winter nicht allzu viel oder zu spät neuen Schnee geben sollte, können hiermit die Schanzen und ein paar Langlaufstrecken schonmal präpariert werden.

Danach sind wir Bahn gefahren. Aber natürlich keine Normale. Auf uns wartete ein Fahrt durch Trondheim mit den ältesten noch in Betrieb stehenden Straßenbahnwaggons. Hier hängen sogar noch die Werbeplakate von damals drin.

 

Über Trondheim wachend…

Nach ein paar weiteren Geschichten über Preise von Häusern und de Thema kaufen oder mieten, stiegen wir wieder in den Bus und fuhren hoch zu meiner Festung. Naja, sie heisst nunmal Kristiansten Festning. O.k. Spass beiseite. 1684 erbaut, war sie dafür gedacht, die Stadt zu verteidigen, was 1718 dann auch gegen die Schweden gelang.

Aufgrund der schon fortgeschrittenen Zeit, konnten wir am Nidarosdom leider nur langsam vorbei fahren.

Vorbei am Kanal und weiteren schönen, kleinen Häuschen, kamen wir wieder am Schiff an.

 

Wie man ein Ende findet…

Wir hatten noch ein paar Fragen an Eva und so unterhielten wir uns noch etwas. Irgendwann sagte sie dann, dass wir einfach gehen sollen, wenn es uns zu viel wird, da sie meist kein Ende beim Erzählen findet. Da hatte sie nicht mit uns gerechnet, da wir ja erst gehen, wenn wir nichts mehr erzählt bekommen. Dementsprechend kam ihr Chef nach ca. 30min ganz recht, als er uns unterbrechen musste. Noch ein paar Fotos und es ging dann schon wieder aufs Schiff.

So im Vorbeilaufen sagte mir Dani noch, dass sie einen Starbucks gesehen hatte. Wir konnten jetzt aber nicht wirklich einschätzen wie „fußläufig“ das gewesen wäre und ich war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, dass Trondheim eine eigene Tasse hat. Also machten wir keine Anstalten uns nochmal zu bewegen. Nagut, dann beim nächsten Mal.

 

Unter Deck…

Nach einer kurzen Pause ging es in die heiligen Hallen des Schiffs. Wir hatten eine Tour durch die Küche und die Lagerräume gebucht durch die uns Danilo, der Chef des Selection Restaurants führte. Hierzu gibt es aber nochmal einen eigenen, detaillierteren Artikel, damit das hier nicht so lang wird.

Die große „Samstag“ Abend Unterhaltung…

Es steht ja noch das Abendprogramm an, was heute besonders war. Los ging alles mit der Pyramide. Wer die Spielshow von damals noch kennt, weiss, wie das so abgelaufen ist. Wer es nicht kennt: Hier die Lesevariante bei wikipedia und Hier ein paar bewegte Bilder. Danach ging es in die Lambada-Bar. Heute war der große Auftritt des Gäste-Chors, der sich in 3 Proben zusammengerauft hatte und bekannte Seemannslieder zum Besten brachte. Unter tobenden Applaus und Zugabe Rufen, gesellten sich dann noch einige Offiziere mit dazu um dann mit quasi allen Gästen „Auf der Reeperbahn nachts um halb 1“ einzustimmen. Dann durften die AIDAStars auch noch mal in einer unplugged Session ran, begleitet vom Haus und Hof Pianisten.

Damit war der Tag auch schon wieder vorbei.

Preview…

Wie schnell kann ein Schiff sein? Hat der Name Bergen eine tiefere Bedeutung? Wo kann man überall Promis treffen? Und… wie hört es sich eigentlich an, wenn die Crew so singt?

 

Das alles gibts am letzten Landtag.

AIDAcara – Winter im hohen Norden Tag 12

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